auf.kante
Gunnar macht sich selbststaendig und fliegt auf
die Schnauze
wird erfolgreich. Wer mag darf zuschauen.
Gunnar is starting his business. He will certainly
fail succeed. You may watch.
auf.kante

Fri, 04 Aug 2006

Hamburg, Konzert: Kante bei Michelle Records

Kann mir mal jemand verraten, warum Kante immer noch größtenteils unbekannt ist? Die Musik ist klasse, die Texte ebenfalls, der Gesang stimmt, was will man denn mehr?

Immerhin, Michelle Records war gerammelt voll und deutlich überhitzt. Allerdings zu eng zum Abrocken. Dafür bleibt dann nur das Übel & Gefährlich - da kommt Kante nochmal am 29.9. vorbei.

Auf jeden Fall war das Konzert im Schaufenster des Plattenladens extrem gut und bot eine ungewohnte Atmosphäre. Hat Spaß gemacht. Der Sänger (Peter Thiessen) hat es eigentlich am besten gesagt:

"Wenn ihr Gras dabei habt, dann baut Euch jetzt einen und spaced Euch weg zu der guten Musik."

Männer, lasst die Finger von den Blumen

Aus genetischer Perspektive ist der Mensch ja quasi eine exakte Kopie des Orang-Utan. Und vor allem die Männer. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Bruchstücke anderer Lebewesen die Wissenschaftler in unserem Bauplan entdecken. Angeblich gibt es ja auch gewisse genetische Ähnlichkeiten zwischen Männern und Frauen. Aber ich bin mir ganz sicher, dass es zumindest einen klaren Unterschied geben muss: Frauen haben in ihrer Genetik deutlich mehr Ähnlichkeit mit Blumen als dies bei Männern der Fall ist. Und damit sind wir Männer natürlich beim Thema Blumen ganz unvergleichlich benachteiligt.

Trotzdem versuche ich dieses Defizit bei mir auszugleichen, wenngleich ich doch zugeben muss, dass es wohl wenig Sinn hat. Jedenfalls habe ich nun schon seit längerem einen ständig wechselnden Blumenstrauß an meinem Schreibtisch stehen. Etwas Sommer in meinen Augen, ein schöner Anblick. Nun liegt es aber eben in meiner männlichen Natur, dass die Beziehung zu diesem Grünzeug noch nicht sonderlich persönlich geworden ist. Man kennt sich halt noch nicht beim Namen. Es ist mehr so, dass man mal sagen kann "Hallo, schöne Blume", ganz wie man einem hübschen Mädchen im Vorbeilaufen die Worte "Hallo, schöne Frau" entgegen wirft.

Nun habe ich diese Woche einer Freundin eine Blume aus dem derzeitigen Strauß geschenkt. Eine, die zu den wenigen Exemplaren gehört, die ich persönlich ansprechen kann: "Hallo, süße Gerbera." In dem Gespräch, das sich dann entwickelte - nicht mit der Blume, mit der Freundin - erfuhr ich, dass sie ja ganz besonders gerne Lilien mag. Mit der mir dank der Verwandtschaft zum Affen gegebenen Geistesleistung speicherte ich also geflissentlich ab, dass zur besagten Dame eben Lilien gehören. Und äußerte laut, dass ich dann ja wüsste, was ich ihr das nächste Mal schenken kann.

Nun hat sich in den letzten zwei Tagen in meinem Blumenstrauß ein Exemplar von Blüte geöffnet, das wirklich ganz wunderbar anzuschauen ist. Ein Bild der Schönheit, das mich dann doch so beeindruckt hat, dass ich dieses weibliche Prachtstück gerne etwas persönlicher kennen lernen wollte. Den Orang-Utan mag es verwundern, den weiblichen Leser wohl kaum: Diese wunderschöne Blume heißt Lilie.

Jetzt weiß der Affe auch, was er wohl hätte besser aus der Vase pflücken sollen und laust sich irritiert am Kopf.