Entzug
Bei zwei Improvisations-Gruppen habe ich um Asyl gebeten und an mehreren anderen Stellen nach entsprechenden Gruppen gefahndet. Aber alles schon eingespielte Teams, die derzeit keinen Nachwuchs-Bedarf haben.
Mit anderen Worten: Ich bin bis September auf Entzug. Theater-Entzug. Mir war vorher nicht klar, dass mir das schwer fallen würde. Tut es aber.
In meiner Not lerne ich Gedichte auswendig. Auch wieder so etwas, womit man mich als Schuljunge hätte quälen können. Heute dagegen kann ich ganz wunderbar darüber berichten, was daran fasziniert und begeistert. Ich vermute, dass ich mich langsam von der Jugend entfremde.
Eigentlich wollte ich auch nur vorwarnen: Sollte in Eimsbüttel in naher Zukunft ein offensichtlich geistig verwirrter Mensch in Altenglisch bizarre Monologe über Liebe und Hass durch die Straßen schmettern - keine Sorge. Der Typ ist nicht gefährlich und sie brauchen auch nicht die Polizei zu informieren. Das mit der Liebe und dem Hass gehört bei Shakespeare so.
theatersport shakespeare Hamburg-Eimsbüttel_(Stadtteil)
Posted at: 19:14 | Permalink | category: /deutsch/impro