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Fri, 30 Jun 2006
Plönck
Ein menschlicher Schädel der unvermittelt auf den Holzfußboden
knallt. Sofort flutet Licht den Saal, Sanitäter eilen schnellen
Schrittes herbei. Hunderte Gesichter suchen irritierten Blickes die
Person, die am Boden liegt. Mitgefühl schwängert die Luft.
Auf der Bühne die beiden Schauspieler. Herausgerissen aus der von
ihnen geschaffenen Welt. Hilflos, erschüttert, bleibt nichts als
Warten. Bis die Ärzte kurz darauf nicken, den stabilen Zustand
signalisieren und der Patient wieder sitzt. Offensichtlich
unbeschadet.
Benedikt und Beatrice verharren in Anspannung, die sich nicht
löst. Zweifelnden Blickes, zögerlich fragend:
"Ist alles in Ordnung?"
Es wird genickt, bejaht. Benedikt ringt nach Fassung, versucht aus
Spannung, Nervosität und Konzentration zur Ruhe zu kommen, murmelt:
"Vielleicht ist er nur eingeschlafen."
Die unfreiwillige Komik löst den Knoten. Er schüttelt die
Irritation ab, sucht den Fokus und den Faden:
"Wo war ich? Ich war gerade beim Sterben..."
Das sprengt den Knoten vollends. Beatrice und Benedikt blicken sich in
die Augen, müssen unfreiwillig lachen und ihre verkrampften Körper
lösen sich sichtbar. Sie geben sich kurz Halt, umarmen sich, nehmen
Kraft vom jeweils anderen.
Und fahren fort. Besiegeln endgültig Benedikts blutiges Schicksal.
theater
hamburg
Thalia_Theater
Posted at: 21:00 |
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category: /deutsch/hamburg
Tue, 27 Jun 2006
Sei mein
Du bist Licht in dem ich nicht einmal Schatten werfe. Licht in dem ich
nur verglühen kann. Doch was birgt nun noch die Dunkelheit? Lass mich
brennen.
Und doch ... ich vergehe nicht. Erblickst Du mich in Deinem
Strahlenkranz? Ich bin. Still. Nichtiger Hauch. Umlodert von Deiner
Glut. Dein Feuer, dass den Willen blendet. Doch nicht zerstört, nicht
vernichtet.
Dann gestatte die Berührung. Den letzten Akt. Den letzten Willen vor
dem Ende. Du hast keine Wahl gelassen. Du darfst mich nehmen.
Und doch ... ich erlöse nicht. Streife zart die feinen Glieder. Lasse
mich umhüllen von der Hitze. Du ruhst und lässt geschehen. Als wäre
ich nicht bloß Wind. Du ruhst und verführst. Und ich bin Nichts, das
keinen Schatten wirft in Deinem Angesicht.
Als Leere muss ich weichen. Meine Hoffnung ist Vermessenheit, die in
Deinem Glanz nicht währt. So bleibt nur Nacht.
Und doch ... ich gehe nicht. Wer einmal geschaut, wer einmal
gespürt, wer einmal geliebt hat, bleibt. Schaut zurück. Denn zu
brennen bedeutet keinen Schmerz.
Dein Blick bannt mich. Hält und fordert. Du gewährst mir
Leben. Vielleicht Liebe? Doch was bin ich noch außer Verlangen?
Und doch ... ich zögere nicht. Was ist schon Willen? Sucht nach Gnade
beherrscht die Sinne. Und findet Erlösung in zärtlicher Hand. Die
behutsam meinen Kopf verwahrt. Verweilt und gewährt.
Und war ich einst Wind. Vielleicht auch Schatten in der
Dunkelheit. Wurde als Nichts getauft. Als Hauch vergessen.
Jetzt bin ich Liebe und Du mein Atem.
Posted at: 21:00 |
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category: /deutsch/impro
Horde webclient packages added for Kolab/Gentoo
The Kolab/Gentoo overlay now provides experimental horde ebuilds to
install the web client for the Kolab server.
emerge horde-kolab-all
will emerge a meta-package that pulls in all horde parts that are
necessary for the complete web client.
When using horde with Kolab there were usually a number of features
that were broken. I tried to fix the most obvious ones and the ebuilds
contain a number of Kolab specific patches. Some of these patches are
rather bad hacks and will never make it upstream.
You should now be able to login with your uid, shares should work most
of the time and the groupware parts of horde should provide you access
to notes, tasks, addresses and calendars.
Testing and comments welcome as always.
Posted at: 13:14 |
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category: /english/technical/gentoo
Layman-1.0.3 released
The next version of layman has been released.
Changes and fixes:
- Unsupported overlays are marked in the overlay listing. If you try
to add such an overlay you will get appropriate information about
the package that need to be installed in order to use the overlay
- Fixed length of short overlay listing
- If an overlay relocates to a new url layman will issue a warning to
the user.
- The fetch operation is now the default. You do not need to specify
"-f" anymore. In case you are not online or do not want to sync the
global list, use the new "-n" flag.
- Experimental support for bzr overlays. I did not test this yet and
if somebody uses this for overlay management I'd be happy about
feedback.
- Online tests have been removed from teh unit tests
Posted at: 11:52 |
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category: /english/technical/gentoo
Sun, 25 Jun 2006
Private Bloglesung
Interessante Perspektive, wenn einem ein angetrunkener Freund die
eigenen Blogeinträge vorliest. Natürlich problematisch, wenn besagter
Freund zwar nur eingeschränkt kohärent vorlesen kann, aber als
gelernter Autor leider noch ausreichend Geistesgegenwärtigkeit
besitzt, um einen darauf hinzuweisen, dass man plötzlich völlig
unmotiviert aus dem Präsens ins Präteritum gewechselt hätte. Nun
könnte man ins Zweifeln geraten und sich fragen, ob die
Schwierigkeiten beim Vorlesen nicht eher durch den eigenen holprigen
Satzbau verursacht werden. Oder man könnte bierumnebelt darüber
nachdenken, dass man sich eigentlich gar nicht mehr so sicher ist, was
dieses Wörtchen "Präteritum" eigentlich bedeuten könnte. Oder ... man
öffnet sich einfach das nächste Bier und bloggt's halt nacher weg.
party
bonn
Posted at: 21:20 |
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category: /deutsch/rest
Fri, 23 Jun 2006
Ribbeln
Als ich heute morgen aufgewacht bin, fand ich einen kleinen Faden, der
vorwitzig aus meinem Bauchnabel hervorschielte. Keinen Fussel, nein,
ein fleischfarbenes Fädchen, festgewachsen. Ich habe versucht ihn zu
ignorieren. Aber auch als ich mich angezogen hatte, kitzelte er ein
wenig, als wolle er mich an seine Anwesenheit erinnern. Bei jeder
Bewegung ein leises Kribbeln. Nein, er war da, unbestreitbar.
Knibbeln am Körper ist grundsätzlich untersagt. Am Körper gibt es
nichts Unnormales, nichts das gerechtfertigt weggerubbelt, geknibbelt,
gerissen oder gerupft werden könnte. Und doch, dieses Fädchen gehört
dort nicht hin. Verlangt nach Aufmerksamkeit und will gezogen,
verdreht und entfernt werden.
Irgendwann hat die Hand einen unbedachten Moment genutzt, ist leise,
still und heimlich, ganz ungewollt unter das T-Shirt gewandert. Die
Finger nach dem Nabel ausgestreckt, das kleine Fädchen erspürt,
gefühlt und ertastet. Und dann, es leicht zwischen Daumen und
Zeigefinger packend, ein kleines wenig gezupft, gezogen. Dann ein
wenig mehr, das ziehende Gefühl verstärkend. Und schließlich kommt es
los, das Fädchen.
Und mein Nabel ribbelt sich. Ribbelt sich auf. Ein wenig nur. Ein
seltsames Gefühl, während sich der Bauchnabel langsam ins Nichts
hinfort ribbelt. Zurück bleibt nur ein unbestimmtes Gefühl. Eine leere
Faserigkeit.
Gedankenverloren wird der Faden um den Zeigefinger gewickelt, während
sich die Bauchdecke langsam ins Unbestimmte auflöst. Zurück bleiben
ausgefranste Maschen die trostlos die mulmige Leere umsäumen. Haltlose
Maschen orientierungslosen Fleisches, das dem unausweichlichen
Auflösungsprozess harrt.
Ein kleines Knäuel hat sich so schon um meinen Finger gewickelt, bis
ich mein Tun bemerkte, erschreckt aufspringe und die Hand unbedacht,
ruckartig hervor ziehe. Dabei die rechte Hüfte in ein ungeordnetes
Faserwirrwarr verwandle.
Und jetzt geht alles ganz schnell. Es sind nicht mehr nur die losen
Maschen zu sehen, sondern überall lose Enden. Enden, die nach Erlösung
suchen. Die gerupft, gezogen und gerissen werden wollen, denn sie
sind aus der Ordnung gefallen. Sie gehören nicht in das Geflecht, sind
reine Faserigkeit, aus den Fugen geraten. Und ich reiße und
zupfe. Löse hier, ribbel dort. Links und rechts, die Hüfte
verschwindet in unbeherrschbarer Unsicherheit. Der Po verwandelt sich
in ein Meer unkontrollierter Trübsinnigkeit. Die Oberschenkel lösen
sich auf in wütenden Selbsthass, die Füße in brennenden Schmerz. Die
Rippen werden freigelegt, lassen Luft für zerstörerische
Selbstzweifel.
Und schließlich bleibt ein Faden, der Letzte, der das Gesicht nimmt
und der Flut an Verzweiflung erlaubt alles zu
überschwemmen. Ausgeribbelt.
Posted at: 00:19 |
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category: /deutsch/rest
Thu, 22 Jun 2006
Venture Capital
Bei der letzten Lesung kam ich nicht umhin festzustellen, dass gleich
mehrere fein gekleidete, ältere Damen den jungen Autor in literarische
Zwiegespräche verstrickten. Ganz augenscheinlich durchaus zum
Leidwesen des Autors.
Ich kam aber auch nicht umhin, über neue Finanzierungsmodelle
nachzudenken. Früher konnte man als Informatiker ja noch mit seinem
Säckel unter den Fenstern der Banken herlaufen und den süßen
Klimperregen auffangen.
Heutzutage könnte so ein Schreibkurs schon einen geldwerten Vorteil
bedeuten. Wenn ich so durch meine Blogeinträge lese, belege ich aber
vielleicht doch besser gleich zwei Kurse.
Posted at: 23:49 |
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category: /deutsch/firma
Wed, 21 Jun 2006
Der Wink mit der Birke
Das Niendorfer Gehege bezeichne ich mit einem Lächeln als meinen
persönlichen Märchenwald. Wie es sich für einen zünftigen Märchenwald
gehört, treffe ich dort beim Joggen ab und an Erscheinungen, die nicht
von dieser Welt sind. Zu denen gehört zum Beispiel die wundersame
Wandergruppe. Nicht dass der Eindruck entsteht ich hätte etwas gegen
Seniorengruppen oder sei militanter Gegner der Nordic Walking
Bewegung.
Natürlich erinnere ich mich immer gerne an mein Idealbild des Nordic
Walkers. Die kleine Dampfwalze, die in der kalifornischen Sonne mit
schnaufenden Geräuschen die Hanteln ganz weltmeisterlich hektisch auf
und ab schwenkte. Eigentlich war ihr Einsatz mustergültig, die
Sportkleidung tadellos teuer und Kritik wohl kaum angebracht. Trotzdem
konnte ich mir einen leicht verwunderten Blick nicht verkneifen,
während ich langsamen Schrittes rechts zum Überholen ansetzte. Das am
Rande.
Nein, eine Gruppe Senioren beim gemeinsamen Stöckchen-Schwingen ist
bei weitem noch im Rahmen der Phänomene des Alltags auf diesem
Planeten. Nun ist dieser spezielle Wanderverein aber eine
Multi-Tasking-Gruppe, die in besonders fröhlichen Momenten der
Wanderung innehält und ein Liedchen anstimmt.
Um meine Verwunderung bei unserer ersten Begegnung zu verdeutlichen
fehlt noch ein kleines Detail das meinen Märchenwald auszeichnet: Er
liegt exakt unter der Einflugschneise des Hamburger Flughafens.
Man stelle sich also vor, dass man durch eine Horde Senioren prescht,
in eine Serie verzückt aufgerissener Münder blickt, die Gesichtszüge
wie in fröhliche singender Ekstase eingefroren, während einen die
volle Ladung Dezibel aus den Triebwerken des just in diesem Moment
landenden Jumbos auf die Ohren knallt. Ein denkwürdiger Moment, der
wie in Zeitlupe an einem vorbeizieht.
Das Geschehene wurde unter der Kategorie "unerklärliche
Freizeitbeschäftigung" abgeheftet und ich hatte eigentlich nicht
erwartet, das Attribut "unerklärlich" streichen zu müssen.
Doch wir hatten das Vergnügen einer zweiten Begegnung. Zu meinem
Leidwesen nur in trauter Zweisamkeit. Mein guter Freund der Jumbo
verspätete sich um eine halbe Minute.
Ich hätte wohl schon aufgrund der Lied-Wahl Fersengeld gegeben:
... es tönen die Lieder aus der
Schalalalalalalalalalalalalalameieieieieiei ...
Aber den ultimativen Adrenalinkick versetzte mir die völlig
missglückte Tonlage. Die konnten nicht einen Deut besser singen als
ich selbst. Mit blutenden Ohren habe ich mir den A380 im Tiefflug
herbei gewünscht und die letzten Reserven für einen 100m-Sprint
aktiviert. Jedenfalls kann ich mir mittlerweile keinen besseren Ort für
den Gesangsverein vorstellen als eben genau diese Einflugschneise.
Nun mag manch einer für gutes Wetter beten, bevor es ans Laufen geht,
ich für meinen Teil schicke eine kurze Fürbitte für Fluglärm gen
Himmel. Allerdings war mir nicht klar, dass mein Draht zu den
himmlischen Mächten nicht ganz so störungsfrei ist, wie ich mir das
wünschen würde.
Zugegeben, die von Gottes Hand gefällte Birke, die mir heute den Weg
an genau jener Stelle versperrte, an der ich ansonsten meine
Wandergruppe treffe, hat sicherlich eine gewisse Signalwirkung. Aber
mein Fürbitten beinhaltete nicht die Anwendung von Gewalt. Wenn schon
Märchenwald, dann bitte einen friedlichen.
Posted at: 12:03 |
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category: /deutsch/rest
Mon, 19 Jun 2006
Bei Axel Brauns auf dem Sofa
Den Namen Axel Brauns habe ich das erste Mal vor drei Monaten
gehört. Als Namen eines Hamburger Filmregisseurs der besonderen
Sorte. Die Geschichte konnte ich mir merken, den Namen nicht.
Als ich vor drei Wochen die Plätze für die Wohnzimmerlesung reserviert
habe, fiel der Name ein zweites Mal. Und zwar als Spender des
Wohnzimmers. Ich notierte den Namen bar jeglicher Assoziation. Der
kleine Zettel gammelte seitdem friedlich auf meinem Schreibtisch vor
sich hin.
Am Samstag animierte mich die Notiz dann aber dazu nachzusehen, ob
denn der Mensch mit dem Wohnzimmer auch irgendwie literarisch aktiv
sei. Google führte wie üblich in zwei Schritten zum Ziel.
Ein Autist, der mit seiner Biografie in der Spiegel-Bestseller Liste
landet und derzeit als Regisseur arbeitet. Der eine völlig wildfremde
Horde Leute für eine Lesung in sein Wohnzimmer einlädt!? Ich war mehr
als fasziniert.
Zuerst landete seine Autobiografie auf meiner Wunschliste bei Amazon,
nur um dann kurze Zeit wieder gelöscht zu werden, da ich noch ein
letzes Exemplar in der Buchhandlung fand. Die Zugfahrt am Sonntag
wurde vollständig durch "Buntschatten und Fledermäuse"
ausgefüllt. Eine wunderbare Lektüre. Die Geschichte ist bewegend und
sprachlich ist das Buch eine kleine Schatztruhe in der ich einige
Sätze gefunden habe, die mich glücklich gemacht haben.
Es wäre natürlich auch ohne diesen Hintergrund faszinierend gewesen
an einer fremden Tür zu klingeln, die Treppe bis zum obersten Stock zu
erklimmen und das unbekannte Wohnzimmer zu betreten.
Eine Lesung, bei der fünfzehn Leute gemütlich beieinander sitzen, die
zwei Autoren (Benjamin Maack und Friederike Trudzinski) auf dem Sofa
vor einem. Man fühlt sich wie unter Freunden.

links: Benjamin Maack, rechts: Friederike Trudzinski
Allerdings bin ich vermutlich etwas zu weit gegangen als ich
Friederike gefragt habe, ob diese Sofa-Situation der Standard
sei. Irgendwie harmonierten die beiden so gut und manchmal bin ich
offensichtlich ein neugieriger Mensch.
Benjamin hat uns mit sehr abwechslungsreichen Kurzgeschichten verwöhnt
und durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt. Der tragische Tod
eines Baby-Igels traf einige der Zuhörer doch etwas härter und auf die
Frage, warum es denn kein Happy End gegeben hätte, entwarf er
kurzerhand und wortgewandt eine goldene Zukunft im Igel-Himmel. Er
wäre gut beim Improvisieren auf der Bühne.
Friederike scheint durch die zwei Schwestern und ihre eigene
Perspektive mehr als nur einen tiefen Einblick in die weibliche Psyche
bekommen zu haben. Ihre Texte waren messerscharfe Bilder weiblicher
Eigenarten, gewürzt mit einer guten Prise Selbstironie und einem sehr
melancholischen Gefühl der Isolation. Der Stil hat mich derart
fasziniert, dass ich bei ihrem Buch nicht Nein sagen konnte. Dazu hat
sie noch perfekt vorgelesen. Ich war überrascht, dass sie keinerlei
Training dafür absolviert hat. Sie verwies nur auf die Notwendigkeit
sich bei zwei Schwestern durchsetzen zu müssen.
Axel Brauns hatte sich während der Lesung zur Sicherheit hinter seinem
Schreibtisch und den Getränken verschanzt. Aber er beteiligte sich
lebhaft an den Gesprächen. Hoffentlich hat ihm die Lesung genauso viel
Freude bereitet wie uns.
Wie meinte Trixie kurz und präzise, als die Tür hinter uns wieder ins
Schloß fiel:
"Scharf!"
hamburg
lesung
wohnzimmer
altonale
gemütlich
axel_brauns
Posted at: 23:54 |
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category: /deutsch/hamburg
Ich mag den Aldi ...
... weil man da auch Blumen kaufen kann ...

... und das Arbeiten so einfach mehr Spaß macht.

aldi
blumen
schreibtisch
foto
arbeit
Posted at: 23:24 |
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category: /deutsch/rest
Fri, 16 Jun 2006
Mal über sich selber lachen
Wer pflanzt einem eigentlich dieses kleine, fiese Männchen ein? Diesen
gehässigen Zwerg, dessen einzige Aufgabe darin besteht mit
Begeisterung unsere peinlichsten Erfahrungen im Leben zusammen zu
sammeln, nur um sie beim kleinsten Anlass aus der Versenkung zu
zaubern und uns mit voller Wucht ins Bewußtsein zu schleudern?
Hervorragende Kontraste, bestechende Farben, innere
Großbildleinwand. Ganz kostenfrei.
Ich stamme aus einer unmusikalischen Familie. Die Eltern konnten froh
sein, wenn ich als Kind überhaupt einen Laut von mir gegeben habe. Da
wäre es wohl auch mehr als übertrieben gewesen, mich zum fröhlichen
Daherträllern zu bewegen. Musikinstrumente standen bei uns auch nicht
auf dem Programm und ich muss zugeben, dass der Musikunterricht für
mich das geheimnisvollste Fach war. Abgesehen davon, dass mir heute
nicht im mindesten einfallen möchte, was ich damals eigentlich gelernt
haben könnte, kann ich mich zumindest noch an eine Übung erinnern: Wir
sollten die verschiedenen Instrumente bei einem Musikstück
heraushören. Zu meiner Verwunderung waren die Mitschüler durchaus in
der Lage diese Leistung zu erbringen, während ich meine volle
Aufmerksamkeit der Maserung der Tischplatte widmete.
Glücklicherweise lebe ich in Hamburg, nicht in Tokyo. Karaoke ist hier
keine Pflichtveranstaltung. Wäre ja noch schöner. Man kann in
den ruhigen, nördlichen Gefilden recht problemlos jegliche
musikalischen Klippen umschiffen.
Dachte ich.
Gut, man mag jetzt sagen es wäre auch eine blöde Idee von mir
gewesen. Theatersport, Improvisieren auf der Bühne. Man weiß ja gar
nicht was da so auf einen zukommen kann. Was ja auch durchaus
zutrifft. Was es auch durchaus spannend macht. Aber auch jeden Grad
der Peinlichkeit erreichen kann. Da bewegt man sich offen und bereit
auf die Bühne, harrt der Dinge, die als Vorschlag von den Zuschauern
kommen können, und erstarrt zur Salzsäule, als einem aus der zweiten
Reihe das lauthals gebrüllte Schlagwort "Musical" ans Ohr dringt.
Zap.
Klein-Gunnar in der sechsten Klasse. Englisch Unterricht. Gewohnte
dröge Stunde bei Herrn Babiak. Alle Schüler friedlich, die Hälfte
schläft und der Rest arbeitet sich widerwillig durch die Aufgaben vom
Vortag. Keine Ahnung worum es in Aufgabe Nr. 5 eigentlich ging. Aus
irgend einem Grund finden sich da zwei oder drei Liedzeilen. Noten
stehen auch dabei. Nur Gott im Himmel weiß warum Herr Babiak plötzlich
fröhlich strahlend Energie sammelt und meint: "Gunnar, sing das doch
mal!". 25 Schüler in der Klasse. Warum ich?
Englischunterricht. Warum singen?
Leider findet sich selbst bei größtem Bemühen in den Winkeln meines
Körpers noch nicht genug Selbstbewußtsein, um dankend abzulehnen. Und
so leiere ich mit hochrotem Kopf durch 20 Sekunden Horror, begleitet
von einer Horde prustender Mitschüler. Es hilft nicht wirklich, dass
man Herrn Babiak ansieht, dass er sich solch spontane Ideen demnächst
zweimal überlegen wird.
Und der kleine Zwerg im Hintergrund schneidet die Szene hämisch
grinsend mit. Hochauflösend.
Zap.
Nochmal von der Bühne rennen? Hinterausgang? Seitlicher Vorhang?
Hände vor das Gesicht? Was ich nicht sehe sieht mich auch nicht?
Mittlerweile wäre das Selbstbewußtsein vielleicht da:
"Och nö du, lass mal..."
Dann wäre ich allerdings eigenhändig von der Regie verprügelt
worden. Die Dame, die dort vorne am Bühnenrand steht. Fröhlich vor
sich hin grinsend. Königlich amüsiert, weil sie an Körpersprache und
Gestik erkennt, dass gerade mal wieder einer der Schauspieler seine
eigenen Grenzen überwindet. Die Dame, die mich am Anfang mal gefragt
hat, wo denn meine Herausforderungen liegen, und die es geschafft hat,
dass ich ihr das jetzt problemlos beantworten kann.
Ich habe es gespielt und gesungen. Aber die Grenze ist noch nicht
nieder gerissen. Nur mal über den Zaun geklettert und festgestellt,
dass es auf der anderen Seite immer noch nach ziemlich tristem Ödland
aussieht.
Aber eins habe ich gelernt: Man kann sich neben den Zwerg setzen, sich
zurück lehnen, das Panorama genießen und mal eine Runde herzlich
lachen. Dann ist er eigentlich ein ganz famoser Kumpel. Gehört ja
schließlich zur Familie.
Posted at: 23:32 |
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category: /deutsch/impro
Thu, 15 Jun 2006
Converting a trac macro to a plugin
I had an old macro that needed conversion to the new plugin style in
trac. Since I plan on continue using trac it might not be too bad if I
take a few notes during the process.
The old macro is just one file: layontrac.py.
Starting with some more structure:
> mkdir -p layontrac-plugin/layontrac
> mv layontrac.py layontrac-plugin/layontrac/
Create setup.py in
layontrac-plugin:
from setuptools import setup
setup(name = 'LayOnTrac',
version = '0.8',
packages = ['layontrac'],
author = 'Gunnar Wrobel',
author_email = 'wrobel@pardus.de',
description = 'A plugin for displaying the contents of a gentoo overlay',
url = 'http://projects.gunnarwrobel.de/scripts/wiki',
license = 'GPL',
entry_points = {'trac.plugins':
['layontrac.layontrac=layontrac.layontrac']})
Create __init__.py in
layontrac-plugin/layontrac:
from layontrac import *
The macro itself resides in layontrac.py in
layontrac-plugin/layontrac.
The the original macro was written as a simple function:
def execute(hdf, args, env):
...
This needs to be adapted into tracs new component structure. The
plugin needs to be a class that extends
Component:
from trac.core import Component
class LayOnTracPlugin(Component):
...
This does not yet tell trac what this component actually provides. It
is necessary to implement the IWikiMacroProvider
interface to declare that this will add a macro to the system:
from trac.core import Component, implements
from trac.wiki.api import IWikiMacroProvider
class LayOnTracPlugin(Component):
implements(IWikiMacroProvider)
...
This interface requires that the component implements three functions:
- a function that lists the available macros
(
get_macros)
- a function that describes the macro in plain text
(
get_macro_description(name))
- a function that actually renders the macro
(
render_macro(req, name, content))
The listing function is rather simple and just uses a yield statement
to return the result:
def get_macros(self):
'''Return the macros provided by this plugin.'''
yield 'layontrac'
For the description we will assume that the docstring of the actual
rendering function provides sufficient information concerning the
macro:
def get_macro_description(self, name):
'''Return a description for the macro by fetching the necessary
information from the docstring of the render_macro function.'''
import pydoc
return pydoc.getdoc(getattr(self, 'render_macro'))
The last function handles the actual rendering. The function
declaration with the docstring:
def render_macro(self, req, name, content):
''' Traverses a Gentoo overlay within the trac repository and builds
an automatic table of contents for your overlay. It will fetch
some information from the ebuilds directly but also takes special
"trac.BAK" files into account. These can provide additional
information, like links into Gentoo's bugzilla database.'''
The arguments for the macro will be parsed from the content
argument. Here this is just the path to the root of the overlay:
if content:
argv = [arg.strip() for arg in content.split(',')]
if len(argv) > 0:
path = argv[0]
else:
path = '/'
And the last thing I had to change was fetching of the svn
repository. In macro style it was retrieved from the env argument to
the macro, now it is provided by the component itself:
repos = self.env.get_repository(req.authname)
The result can be visited in my scripts repository
Time to package the whole thing:
> cd layontrac-plugin
> python setup.py bdist_egg
The egg can now be copied into the plugins directory of the trac
directory or use any other mean of installing a python egg into trac
(see references below).
References:
trac
macro
plugin
python
gentoo
overlay
Posted at: 08:25 |
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category: /english/technical
Vorfreude
Wohnzimmerlesung. Hat schon vom Namen her etwas
Faszinierendes. Einfach mal bei fremden Leuten das Wohnzimmer
besetzen, den mitgebrachten Wein entkorken und sich von Profis etwas
vorlesen lassen. Kann es viel gemütlicher werden?
Am Sonntag lesen jedenfalls Benjamin Maack und Friederike Trudzinski
in einem geheimen Wohnzimmer. Und die Vorfreude hat mich schon
erfasst.
hamburg
lesung
wohnzimmer
altonale
wein
gemütlich
Posted at: 00:05 |
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category: /deutsch/hamburg
Wed, 14 Jun 2006
Gut angetäuscht
Sie
Frankreich hat zu Null gespielt.
Er
Ja. Frankreich hat immer einen langsamen Start.
Sie
Ja?
Er
Nö, keine Ahnung. Aber als Mann muss man so etwas sagen.
Posted at: 23:31 |
Permalink |
category: /deutsch/rest
Tue, 13 Jun 2006
Was hast Du erwartet?
Dass ich es dir einfach mache? Das du entkommen kannst? Ich kann
nichts für Züge, die vor sich selbst resignieren. Sie nehmen, das kann
ich. Das willst Du? Das hast du dir gewünscht?
Es ist mehr als deine Reflektion im kalten Stahl. Das hast du nicht
gesehen. Nicht bedacht. Der rohe Schliff, die verlorene Gestik, der
gebrochene Körper. Wirres Mosaik sich beißender Splitter. Wohin willst
du gehen? Für dich kann ich nichts, dein Scheitern ignoriere ich, du
bist mir egal.
Du machst mich lächerlich. Ich bin keine Hülle. Ich bin. Und du füllst
mich nicht, fühlst mich nicht. Ich kenne meinen Weg, deiner verliert
sich im Nirgendwo.
Leg mich beiseite, du genügst nicht. Mir nicht, anderen nicht. Das
möchtest du nicht? Dann nimm mich, aber sei ich. Vergesse dich,
verlass dich. Vielleicht gewähre ich dir Gnade und wir hinterlassen
Scherben.

theatersport
impro
Maske
Posted at: 21:01 |
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category: /deutsch/impro
Staatsbesuch
Wenn man an vier Jeeps in Reihe vorbei läuft, jeder mit
Doppelbeflaggung, Deutschlandfahne, dann erwartet man irgendwie, dass
einem hinter dem nächsten Busch die Merkel entgegen hoppst.
Angela_Merkel
Fahne
Posted at: 20:58 |
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category: /deutsch/rest
Kolabadmin added to the kolab2 overlay
Tobias König recently announced a new kolab administration tool that
runs natively on your desktop and can replace the standard
administration web frontend provided by kolab. The tool is especially
handy for larger installations.
Today I added the necessary ebuild to the Kolab on Gentoo overlay as
x11-apps/kolabadmin. The ebuild uses a direct subversion checkout so
do not expect this thing to be completely stable yet. Nevertheless a
very useful tool and I recommend you give it a try:
layman -s kolab2
ACCEPT_KEYWORDS="~x86" emerge kolabadmin
And yes, you are not supposed to use ACCEPT_KEYWORDS. Well, you know
the correct alternative.
Kolab
qt4
administration
ebuild
Posted at: 00:33 |
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category: /english/technical/gentoo
Mon, 12 Jun 2006
Frustrierend ist ...
... wenn man nach dem Essen die clevere Idee hat, die Tischdecke
angesichts der ganzen Flecken mal um zu drehen, nur um festzustellen,
dass man vor einer Woche schon einmal den gleichen, genialen Gedanken
hatte.
Posted at: 13:03 |
Permalink |
category: /deutsch/rest
Sun, 11 Jun 2006
Ich schmelze dahin
Heute das zweite Mal an diesem Wochenende in die Sonne gelegt und
etwas gebräunt. Dabei darüber nachgedacht, dass ich meine
Nahrungsaufnahme noch etwas reduzieren könnte. Nicht allzu lange an
diesem Gedanken hängen geblieben. Die Sonne macht ja auch dösig. Man
wacht nur ab und zu auf, um dem nächsten Billig-Flieger Richtung
Kanaren hinterher zu winken. Schade, dass man gerade hier unten sitzt.
Manchmal entwickele ich schon Sehnsüchte. Ich weiß nicht so wirklich
wie ich diesen Sommer überleben soll. Dabei bin ich jetzt so absolut
froh, dass es endlich mal warm ist. Aber ich habe den Eindruck mir
könnte meine Disziplin dahinschmelzen wie Vanilleeis in der Sonne.
Apropos Eis: Direkt um die Ecke liegt auch noch die genialste Eisdiele
von Eimsbüttel. Gestern "Heidi" probiert, heute
"Quarkose". "Schneeweißchen" und "Kalter Hund" stehen auf dem Plan für
die nächste Woche. Wobei wir ja wieder bei der Nahrungsaufnahme
wären...
... ach was bin ich plötzlich dösig.
eis
Eimsbüttel
sonne
Posted at: 19:01 |
Permalink |
category: /deutsch/rest
Sat, 10 Jun 2006
Zwei Fremde
Seine Hand, gereicht zum Abschied, wird kurz ergriffen, eine
unverbindliche Berührung. Doch sie zögert, die Hände seien so
kühl.
Die kalten Finger, dem Kontakt schon wieder entzogen, wandern wie von
selbst nach oben, werden ohne Gedanken umfasst, von zwei sorgenden
Händen umschlossen und wie selbstverständlich gewärmt.
Zwei Herzschläge. Wir bemerken den Moment und trennen uns.
Posted at: 21:32 |
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category: /deutsch/rest
Wed, 07 Jun 2006
Tranzyt #28

links: Katja Danowski, rechts: Wojciech Kuczok
Schon alleine das alte Karstadt-Gebäude mit der Hansepol-Ausstellung
wäre wohl einen Besuch wert gewesen. Vor der Lesung blieb noch ein
wenig Zeit die verschiedenen Kunstobjekte - nun ja - sagen wir mal
wahrzunehmen. Einiges war recht interessant, wobei ich den
Harakiri-Hasen zugegebenermaßen nur aus rein voyeuristischen Gründen
abgelichtet habe.
Für die eigentliche Lesung durfte man in einer extra eingerichteten
Wohnzimmerecke in der alten Verkaufshalle Platz nehmen. Sehr
gemütliches Ambiente. Im Ohrensessel zurück lehnen und der polnischen
Volksmusik aus einer anderen Zeit lauschen.
Daniel Beskos hatte mit seiner Moderation zwar einige Schwierigkeiten
Brücken zwischen Polen und Deutschland zu bauen, aber das hatte ganz
unbestreitbar seinen eigenen Charme.
Der erste Autor, Michael Weins, klärte so zum Beispiel direkt zu
Beginn, nie mehr als Urlaub in Polen gemacht zu haben und raubte der
Moderation jegliche Chance die vorbereiteten Fragen anzubringen. Dafür
lieferte er aber danach eine wunderbar traurige Geschichte
fehlgeschlagener deutsch-polnischer Kommunikation.
Artur Becker folgte mit der Feststellung, dass ihm nach 21 Jahren
Kosmopoliten-Daseins in Deutschland leider auch fast jeglicher Bezug
zum heutigen Polen fehlen würde. Daniel blieb auch nicht mehr viel
übrig als das nickend zur Kenntnis zu nehmen und zu dem Buch "Die Zeit
der Stinte" überzuleiten. Das liegt jetzt übrigens auf meinem
Schreibtisch. Muss ich also noch erwähnen, dass es mir gefallen hat?
Die beiden nächsten Autoren, Wojciech Kuczok und Dorota Maslowska,
lieferten als Polen zwar den direkten Bezug zu unserem östlichen
Nachbarn, aber sie stellten Daniel Besko auf keine geringere
Probe. Die deutsche Übersetzung beider Texte wurde von Katja Danowski
vorgelesen und so bestand die Aufgabe der eigentlichen Autoren nur in
stoischem Dabei-Sitzen. Das führte zu einigen verlegenen Fragen, ob
das denn okay wäre und der kurzen Ankündigung, "Dorota würde sich
einfach gerne nur hier hinsetzen und eine Zigarette rauchen." Und wenn
es auch eine gewisse unfreiwillige Komik hatte, passte es perfekt in
die Stimmung.
Ganz großes Kompliment an Katja Danowski. Es hat etwas Faszinierendes
wenn Literatur von einer professionellen Schauspielerin vertont
wird. Besonders beim Text von Wojciech Kuczok liefen einem Schauer
über den Rücken. Wobei ich wahrscheinlich Text-unabhängig an ihren
Lippen gehangen hätte. So etwas nennt man dann wohl Bühnenpräsenz.
Wunderbarer Abend.
hamburg
lesung
transit
tranzyt
hansepol
Posted at: 10:27 |
Permalink |
category: /deutsch/hamburg
Care-Paket
Und auch wenn man sich als Kommunikations-Junkie schon im Endstadium
befinden sollte, der Zeigefinger alle 30 Sekunden nervös zitternd über
der abgewetzten Maustaste schwebt, um einmal mehr vergeblich den Knopf
"Neue Nachrichten" nieder zu drücken: Es gibt ihn noch.
Diesen kleinen, glücklichen Moment, in dem man seinen Briefkasten
öffnet. Dieser Moment, in dem das Auge die Abweichung vom
alltäglichen, langweiligen, klinischen Weiß registriert. Ein kleines,
knusprig braunes Päckchen unbekannten Inhaltes. Ihm haftet noch der
frische Duft des Briefträgers an.
Langsam und vorsichtig greift man nach dem unerwarteten
Objekt. "Tyskland" prangt da in großen Lettern auf der Vorderseite.
Das Paket ist weit gereist. Die Lieben in der Ferne haben an die
einsamen Daheimgebliebenen gedacht. In rührender Fürsorge einige
wunderschöne Briefmarken mit Motiven des Urlaubsortes auf den Umschlag
geklebt. So erhascht man einen Ausschnitt der malerischen Schönheit
schwedischer Natur. Sieht schwedische Hafenarbeiter mit größter
Sorgfalt einige Fässer Selbstgebranntes verschiffen. Man fühlt sich
sogleich an die glücklichen Kindheitstage an Stränden von Seen und dem
morgendlichen Einholen der Fischernetze erinnert. Und natürlich: Oben
links klebt ein kleines Schildchen mit weißer Schrift auf blauem Grund
- "Prioritaire".
Man wendet das Päckchen ein, zwei Mal, sucht die Stelle an der man es
sorgfältig und vorsichtig öffnen kann. Verharrt einen Moment in
gespannter Erwartung des unbekannten Inhaltes und wagt es
dann. Beginnt langsam aber sicher den braunen Umschlag einzureissen,
erst zögernd, dann etwas schneller, bis man schließlich hinein greifen
und das Geschenk in freudiger Erregung aus dem Umschlag ziehen kann:

Einen Topflappen!
Häkeln
Schweden
Post
Geschenk
Posted at: 08:13 |
Permalink |
category: /deutsch/rest
Mon, 05 Jun 2006
Layman-1.0.2 features support for git overlays
Thanks to Stefan Schweizer layman now also handles overlays managed
with git.
gentoo
layman
overlays
Posted at: 11:24 |
Permalink |
category: /english/technical/gentoo
KNACKS!
Oh, verdammt. Da ist irgendwas kaputt gegangen. Kurz ins Bad
rennen. Vermutlich die Ablage unter dem Spiegel. Ich wusste doch, dass
die Geschichte mit dem Holzklotz nicht gehen würde. Sowas muss man
ordentlich machen. Ich Vollidiot!
Hm, komisch, alles noch dran. Kurz rütteln. Nö, bombenfest. Küche? Die
Regale? Alle hängen in alter Formation an den Wänden. Nochmal
Wohnzimmer. Ne, alles wirkt friedlich. Die Bilder noch an den
Wänden. Kann doch nicht sein. Habe ich Wahnvorstellungen? Nochmal die
Küche...
Alles scheint in bester Ordnung... außer... was macht da der
Kaffeefleck unter der Thermoskanne? Das tröpfelt da so still vergnügt
vor sich hin, die Ablage hinunter auf den Fußboden.
Faszinierend. Eine implodierte Thermoskanne. Habe ich auch noch nicht
erlebt. Hoffe, dass so etwas nicht beim Öffnen einer Kanne passieren
kann denn der Kaffee-Scherben-Brei wirkt ziemlich kleingeschreddert.
War das jetzt das Signal zum reduzierten Kaffee-Konsum?
Thermoskanne
life
kaffee
Posted at: 10:59 |
Permalink |
category: /deutsch/rest
Sun, 04 Jun 2006
Herzlichen Glückwunsch, Mike!
Tja, da ich heute ja noch nicht mit feiern kann, gibt es auch erst mal
nur das virtuelle Geschenk. Um reelle Geschenke kümmern wir uns dann
in drei Wochen.
Also, ohne lang drumherum zu reden, voila...
... Dein Probe-Blog!
Viel Spaß beim Bloggen.
birthday
june_4
mike
Posted at: 23:18 |
Permalink |
category: /deutsch/rest
Getting indexed in technorati
Since I am using Pyblosxom for this blog, I was not certain whether it
would be an easy feat to get my blog indexed by technorati. While it
did not work initially, the help section explained the necessary steps
well enough. So I had to
- Add this to my HTML head section:
<link rel="alternate"
type="application/rss+xml"
title="All Entries"
href="http://gunnarwrobel.de/blog/index.rss2" />
<link rel="alternate"
type="application/atom+xml"
title="All Entries"
href="http://gunnarwrobel.de/blog/index.atom" />
- Add this permalink entry to my blog entry ("story") template
<a href="$base_url/$file_path.$flavour"
title="$title" rel="bookmark">
Permalink
</a> |
Works fine now and the only thing left for testing is to try
tagging. I hacked together short muse function that allows to quickly
tag a blog entry. It is not at all beautiful but better than nothing:
(defun muse-publish-tagit (beg end attrs)
(let ((source (cdr (assoc "source" attrs)))
(tags (buffer-substring-no-properties beg end)))
(delete-region beg end)
(if (string-match "^\\s-+" tags)
(setq tags (replace-match "" nil t tags)))
(if (string-match "\\s-+$" tags)
(setq tags (replace-match "" nil t tags)))
(insert (muse-markup-text 'begin-tagit))
(if (string-match "techno" source)
(insert "http://technorati.com/tag/"))
(if (string-match "flickr" source)
(insert "http://flickr.com/photos/tags/"))
(if (string-match "wiki" source)
(insert "http://en.wikipedia.org/wiki/"))
(insert tags)
(insert (muse-markup-text 'middle-tagit))
(insert tags)
(insert (muse-markup-text 'end-tagit))
(muse-publish-mark-read-only beg (point))))
(setq muse-html-markup-strings
(append '((begin-tagit
. "<a class=\"tagit\" href=\"")
(middle-tagit . "\" rel=\"tag\">")
(end-tagit . "</a>"))
muse-html-markup-strings))
(setq muse-publish-markup-tags
(append '(("tagit" t t muse-publish-tagit))
muse-publish-markup-tags))
Now I can use the following snippet for tagging:
<tagit source="techno">pyblosxom</tagit>
<tagit source="techno">technorati</tagit>
And that finally looks like this (you will only see something if you
use an intelligent browser):
pyblosxom
technorati
Posted at: 09:43 |
Permalink |
category: /english/technical
My heart is bleeding
For the first time in an amazing span of two years I went into a
computer store and bought a piece of software. It did honestly
hurt. Especially since I am not really going to use it. Especially
since I know that I can simply type ''emerge kontact'' to get the same
damn functionality. Especially since Windows managed to produce a nice
bluescreen while I installed the software.
Sometimes your options are limited. Call me a proud owner of Outlook
now.
Posted at: 08:44 |
Permalink |
category: /english/technical
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