auf.kante
Gunnar macht sich selbststaendig und fliegt auf
die Schnauze
wird erfolgreich. Wer mag darf zuschauen.
Gunnar is starting his business. He will certainly
fail succeed. You may watch.
auf.kante

Tue, 19 Sep 2006

Mit Verlaub, sie sind ein Pups

Mittlerweile habe ich den Punkt erreicht an dem mein Produkt so weit steht und mir ausreichend Selbstvertrauen beschert, dass ich gewillt bin über die nächsten Schritte nach zu denken. Ganz konkret drehen sich die Gedanken natürlich um Geld, denn das ist schließlich der Nonsens der angeblich unseren Planeten regiert und somit auch meine kleine Firma.

Das heutige Sondierungsgespräch war in Sachen Existenzgründung ein echtes Highlight. Die Schmankerl der Sitzung:

Was Sie machen ist ja jetzt nicht besonders hip.

Sie sollten nicht in Ihre Ziele rein schreiben, dass Sie in zwei Jahren am Küchentisch sitzen und möglichst günstig beim ALDI einkaufen wollen.

Gehen Sie zu der Bank als erstes. Das sind die größten Schaumschläger. Da können Sie Erfahrungen sammeln. Danach gehen Sie mit den Erfahrungen zu den vier, fünf anderen. Aber sagen Sie niemandem, dass ich das gesagt habe.

Der Teufel scheißt bekanntlich immer auf den größten Haufen. Das heißt, wenn es bei Ihnen klappt, dann klappt es auch.

Sie sind, wenn ich das mal so formulieren darf, ein Pups.

Beim letzten Kommentar habe ich fast die Contenance verloren und musste mir das Lachen mehrere Minuten sehr bewusst verkneifen.

Klingt wahrscheinlich alles mal wieder negativer als es war. Aber ein bisschen Übung im Understatement habe ich ja. Dabei war das Gespräch sehr konstruktiv. Mein Gegenüber war nur leicht desillusioniert was die "Förderungsbranche" angeht. Was aber natürlich für die Beratung von Anfängern recht hilfreich ist. Er meinte nebenbei, dass meine Firma ja etwas Solides anbieten würde, was wachsen kann. Und eben nicht nur eine Blase, die man ab und an weiter mit Luft aufpumpen müsste. Nette Bemerkung am Rande.

Ich muss mich jedenfalls für die nächsten Runden in dem Zirkus etwas hipper machen. Kann ja schon mal üben: Linux ist hip, E-Mails sowieso hip, Communication-Business mega-hip, ...

Ach Schmarrn, ich bin keine hippe Blase, lieber solide.

Sun, 03 Sep 2006

Aufstehen, los jetzt

Die morgendlichen Rituale bei Etosha bringen mich doch zurück zu einem Eintrag der mir noch auf der Zunge lag.

Denn diese Woche war jeder Morgen durch ein zähes, geleeartiges Aufwachen bestimmt. Kein Wunder wenn man mit massivem Schlafmangel in die Woche startet. So gönnt man sich jeden Morgen den Kampf gegen sich selbst.

Vielleicht wäre das Ganze weniger unangenehm, wenn man nicht so modern durchtechnisiert wäre. Begnügten sich Wecker früher häufig damit einmalig über einen kurzen Zeitraum nervtötenden Krach zu machen, kommt man heute kaum um die katastrophalen Multifunktionswecker herum, die zwar versuchen einen sanft, aber dafür in regelmäßigen Abständen zu wecken. Leider bleiben sie dann bei diesem Unterfangen ziemlich hartnäckig.

Bei Schlafdefizit kann man sich also morgens über eine Stunde lang alle zehn Minuten von seinem Handy anbrüllen zu lassen, bis die erste vorsichtige Bewegung aus der wohligen Umhüllung der Bettdecke denkbar scheint. Verzögert sich die Umsetzung dieses Gedankens nochmal um eine halbe Stunde, dann wird das ganze Unterfangen langsam völlig sinnlos. Warum nicht einfach etwas später aufstehen anstatt jeden Morgen eineinhalb Stunden im Halbschlaf Krieg mit sich selber zu spielen?

Da ich den Kampf mit diesem Telefon leid bin, stelle ich es jetzt auf halb zwölf. Nein, nicht Mittags, sondern eine halbe Stunde vor Mitternacht. Und diesmal eben nicht als Signal zum Aufwachen, sondern als drängendes Signal zum Einschlafen. Noch bezweifle ich, dass es funktioniert, aber einen Versuch ist es wert.

Und Ruhe jetzt, ich weiß auch, dass ich nicht mehr bloggen sollte...

Thu, 22 Jun 2006

Venture Capital

Bei der letzten Lesung kam ich nicht umhin festzustellen, dass gleich mehrere fein gekleidete, ältere Damen den jungen Autor in literarische Zwiegespräche verstrickten. Ganz augenscheinlich durchaus zum Leidwesen des Autors.

Ich kam aber auch nicht umhin, über neue Finanzierungsmodelle nachzudenken. Früher konnte man als Informatiker ja noch mit seinem Säckel unter den Fenstern der Banken herlaufen und den süßen Klimperregen auffangen.

Heutzutage könnte so ein Schreibkurs schon einen geldwerten Vorteil bedeuten. Wenn ich so durch meine Blogeinträge lese, belege ich aber vielleicht doch besser gleich zwei Kurse.