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Thu, 11 Jan 2007
Erinnerungen

Ganz einfach wunderbar an diesen Abend zurück erinnert zu werden. Da
will man doch glatt wieder auf die Bühne. Ganz lieben Dank an
Klaus Friese für die Bilder.
Heute Abend war wieder Probe. Und Ole von Beust war zu Besuch. Hat
sich reichlich über die Jugendkriminalität aufgeregt. Wollte mal
ordentlich in seiner Stadt aufräumen. Kann ja auch nicht angehen, dass
rücksichtslose Fahrradgangs anderen Kindern das Taschengeld und die
Handys abzocken.
Spannend zu beobachten. Richtig schade, dass wir das Ende der
Geschichte nicht gespielt haben. Aber im realen Leben weiß man ja auch
nicht wie es ausgeht.
theatersport
hamburg
impro
Ole_von_Beust
Jugendkriminalität
Posted at: 23:01 |
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category: /deutsch/impro
Tue, 28 Nov 2006
Gehen sie nie in ein Theater
Also jedenfalls nicht in Reinbek. Das ist auch so ein Städtchen, von
dessen Existenz ich als einjähriger Hamburger noch nichts geahnt
habe. Angesichts des pulsierenden Lebens, dass einem dort unten
entgegen schlägt, wäre dieser Zustand auch in meinen nächsten dreißig
Jahren in Hamburg unverändert geblieben. Aber aus zeittechnischen und
organisationstaktischen Gründen kam ich heute in den Genuss von
mehreren Stunden Reinbek.
Schiller. Kabale und Liebe. In einer Schulaula. Nein, das Stück war
ganz nett. Der Schiller hat sich schon Mühe gegeben. Die Hälfte
des Laien-Ensembles ebenfalls. Und so hätte man einen netten Abend
haben können.
Hätte können. Wenn denn nicht einige Schulkinder irgendwie in diesen
Saal zwangsverfrachtet worden wären. So fiel denn die Entscheidung
schwer, ob man sich lieber auf die Dauerbeschallung der fünf
gelangweilten Jungs hinter einem konzentriert oder auf das Drama auf
der Bühne.
Ich neige ja nicht gleich dazu andere in ihre Schranken zu
verweisen. Was in diesem Fall aber auch an der Deko der Feindgruppe
lag: Patronengurte, Nietengürtel, Totenköpfe. Der durchschnittliche
Theaterbesucher in Reinbek eben. Aber nach der Pause hatten wir die
Schnauze voll und ich musste todesmutig meines Amtes walten.
Und siehe da: Reinbek ist halt doch nur plattes Land. Die sehen zwar
nach Hamburg aus, sind aber tief drinnen ganz zarte Seelchen. Will
sagen, sie haben gekuscht... Dafür fingen dann ersatzweise die
gelangweilten Girlies auf der anderen Seite ein tödliches Gegacker an,
das uns die zweite Halbzeit begleitet hat.
Gehen sie nie in ein Theater. Jedenfalls nicht in Reinbek.
hamburg
reinbek
schiller
theater
Posted at: 23:19 |
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category: /deutsch/impro
Fri, 20 Oct 2006
Scheiter heiter
Wir stehen ganz entspannt.
Ich bin nicht entspannt. Ganz im Gegenteil. Auch wenn die Worte aus
meinem Mund perlen, so spricht mein Körper eine völlig andere
Sprache. Schließlich mache ich das hier zum ersten Mal. Da läge mir
nichts ferner als meine Muskeln in den Zustand lockerer Entspannung zu
versetzten.
Und jetzt rollen wir uns langsam und völlig entspannt gegen Boden
ab. Die Knie nicht durchdrücken.
Auch wenn sich mein Körper in gelöster Form gen Boden verflüchtigen
soll, bewirken meine eigenen Anweisungen das Gegenteil. Ich verlasse
mich für einen Moment, empfinde mich als fahrig, zu schnell und
unkonzentriert.
Um die Unsicherheit zu überspielen springe ich unkoordiniert zur
nächsten Übung durch, lasse so etwas wie Lockerheit gar nicht
aufkommen. Merke, dass ich schneller werde. Entspannungsübungen im
D-Zug Format.
Vergessen wir die Entspannung. Mein Inneres schlägt leise Alarm. Hier
fehlt etwas.
Versucht Euch auf die Anderen einzulassen.
Vielleicht gelingt es mir wenigstens die Gruppe aufeinander
einzuschwingen. Doch ich bin zu anspruchsvoll, selbstkritisch und
schaffe es ja nicht einmal meine eigenen Schwingungen mit nur irgend
etwas in Einklang zu bringen.
So haste ich von Punkt zu Punkt, von Übung zu Übung, verfalle in daher
gehaspelten Erklärungen, die unverständlich bleiben. Ohne Ziel im Raum
stehen. Unbehagen erfüllt mich. Ein Gefühl das ich transparent nach
außen durchblicken lasse.
Pause.
Die Ansammlung an Fehlern aus der ersten Halbzeit würde mir für eine
Weile reichen. Aber ich darf uns auch noch durch die zweite Hälfte
schleifen. Die Fehler verfestigen und vertiefen.
Die Schauspieler spielen gegen alle Regeln, verlassen entnervt die
Bühne, brechen kichernd auf dem Boden zusammen und ich ... ich bin
Chaos.
Und ende ... ende mit einem Blick auf mich selbst und einem
zufriedenen Lächeln. Improvisieren heißt scheitern.
theatersport
hamburg
impro
Posted at: 13:17 |
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Sat, 23 Sep 2006
Gnadenlos

Die Kursleitung braucht Urlaub. Nein, noch nicht jetzt. Aber
bald. Keine Sorge, wir arbeiten daran. Letztes Jahr waren wir einfach
noch zu wenige. Das Potential zu gering. Der Terror zu
vereinzelt. Aber diesmal sind wir das dreckige Dutzend. Und schon die
zweite Stunde war so effektiv wie lange nicht mehr.
Was wir machen? Oberflächlich betrachtet nennt sich das Theater. Aber
eigentlich, eigentlich sind wir Kritiker. Wenn wir mal wieder nicht
schnell genug waren die Bühne einzunehmen und anderen den Vortritt
lassen müssen. Dann sitzen wir da wie auf der Stange, unsere
Argusaugen überwachen das Treiben auf der Bühne und wir sammeln unser
Gift.
Oh ja, die Kursleitung versucht uns zu bremsen. "Warme Dusche" nennt
sich das Prinzip. Pah, Weicheier. So soll man uns nicht kommen. Wer
auf der Bühne und im Leben bestehen will, der sollte freudestrahlend
durch die Kälte des Polarkreises marschieren können. Warmduschern wird
hier kurzer Prozess gemacht.
Jetzt hampeln die da auf der Bühne rum. Irgendwo im Publikum:
"Was macht der da? Wäsche aufhängen?"
Klar, Kursleitung gleich auf hundertachtzig. Aber hallo? Das will doch
mal gesagt sein. Wir wollen schließlich Action sehen. Und warm duschen
können wir hinterher immer noch. Jetzt mal Tacheles hier. Ja, ja,
gut. Ruhe im Publikum, schon klar.
Dauert aber auch zu lange der Krampf da oben. Verbeugen muss doch
nicht auch noch sein. Glaubt bloß nicht hier unten würde einer
klatschen wenn's nicht Pflicht wäre.
So, jetzt aber. Warme Dusche am Arsch. Jetzt wird hier mal ordentlich
der Kaltwasserhahn aufgedreht. Wir mischen unser Gift in einen warmen
Sprühregen geheuchelten Weihrauchs. Und dann schert doch glatt einer
aus der Reihe und sülzt positives Gedankengut vor sich hin. Gewehr bei
Fuss, zurück in Reih und Glied:
"Bist du jetzt fertig?"
"Äh..."
"Du warst doch fertig, oder?"
"Hrm, schon gut."
"Dann bin ich jetzt dran."
Situation geklärt. Das sind die Spielregeln. Wer unterbricht ist
dran. Ist im wahren Leben ja auch so.
"Lass sie ausreden. Dann bist Du gleich als nächstes dran."
Ja, klar. Kursleitung wieder. Sie versucht es noch. Bemüht sich um
Struktur und Haltung. Und diesmal, diesmal lassen wir sie noch
gewähren. Wir sind keine Unmenschen, wir gewähren Gnade. Aber wir
kommen wieder. Spätestens nächsten Mittwoch...
theatersport
theater
kritik
Posted at: 10:41 |
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Thu, 24 Aug 2006
blog:read - Ich kann es nicht lassen

Irgendwie kann ich die Finger nicht vom Mikro lassen. Es war nicht
wirklich eingeplant, aber der letzte Eintrag der Nachtschwester hatte
etwas so schön düsteres, dass ich spontan wieder zum Headset gegriffen
habe. Das Resultat.
Technisch geht das Ganze mittlerweile und ich fange an zu begreifen,
was ich in Audacity machen darf und was nicht. Eigentlich eine recht
einfach Regel: Möglichst gar nichts machen. Nur nach der Aufnahme den
Ton etwas verstärken, die schlechten und wiederholten Sequenzen
rausschneiden, Musik reinsetzen und fertig. Alles Filtern,
Rauschunterdrückung und Anpassen bringt zwar manchmal spontan den
Eindruck, dass es besser klingen würde. Aber meist stellt es sich dann
im Nachhinein doch als zu unnatürlich heraus. Die einzige Funktion,
mit der ich ab und zu liebäugel, ist die Möglichkeit niedrige
Frequenzen raus zu ziehen. Um dann letztendlich doch wieder "Undo" zu
drücken. Langsam ernährt sich das Eichhörnchen.
Leider war ich diesmal nicht wirklich mit der Musik zufrieden. Mit der
eigenen Stimme auch noch nicht richtig, aber das ist etwas bei dem ich
mehr Zeit brauche. Egal, zurück zur Musik. Manchmal ist es recht
schwierig ein freies Stück unter Creative Commons Lizenz zu
finden. Vor allem wenn man etwas Spezielles sucht. In meinem Kopf
spielte im Hintergrund bei diesem Beitrag jedenfalls ein einsames
Saxophon. Das fand sich aber in einer einstündigen Suche nicht und
dann habe ich es gefrustet dran gegeben. Warten wir mal noch zwei
Jahre, dann wird es da sicherlich auch noch Systeme geben, die so
geile Musiksammlungen bieten, dass man einfach alles findet.
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klinik
leber
Posted at: 10:34 |
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Tue, 22 Aug 2006
blog:read - Nächster Versuch

Neues Mikro und die Stimme diesmal normaler. So ganz den richtigen
Dreh habe ich beim Vorlesen noch nicht unbedingt, aber zumindest
stimmt jetzt die Technik besser. Also auf zum nächsten blog:read
Beitrag.
Eigentlich hätte ich den Merlix gerne direkt mit einer Geschichte von
MC Winkel (whudat.de) gepaart, aber dort fand sich nichts, was
wirklich gepasst hätte.
Diesmal bin ich tief in den verstaubten Blog-Keller von Merlix
gestiegen, habe die lange nicht mehr benutzte Tür zum alten Blog
aufgestossen und zwischen Spinnenweben und Mottenkugeln
eine schöne Geschichte ausgegraben.
Musikalische Untermalung ("Perfect Love") bietet diesmal die Hamburger
Band gutfürnkeller deren Namen ich persönlich zwar immer noch
schrecklich finde, aber deren Musik dafür umso besser ist. Von denen
zu einem späteren Zeitpunkt mal mehr. Live sind sie am 1.August in der
Astra Stube.
Den Abschluss machen "The Comforters" mit "Driving of the edge of the
world". Passt hoffentlich zum ruhigen Fahrstil von Merlix.
Genehmigung durch Merlix auch erteilt, also kann der zweite Versuch
auch heruntergeladen werden. Demnächst dann auch bei blog:read.
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fahren
auto
Posted at: 00:16 |
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Mon, 21 Aug 2006
Schatzsuche

Ein wenig neidisch war ich ja schon. Weil der Mek beim Vorlesen
ein deutlich besseres Mikro zur Verfügung hat. Ja klar, auch die
bessere Stimme. Aber das kann ich nun nicht ändern. Erst mal die
Technik, dann den Rest.
Aber der Mek ist ein freundlicher Kerl und hat mir glatt verraten,
dass er nur so ein Billig-Headset benutzt. Das dafür aber ernsthaft
saubere Aufnahmen liefert. Beim Mini-Bloggertreff habe ich mir also
fünf Stichworte gemerkt, um ebenfalls glücklicher vorlesen zu können:
"Media Markt", "Headset", "grün-rosa Klinke", "Trust" und 10 €. Ich
glaube in Bloggerkreisen nennt man so etwas virales Marketing.
Ich also voll infiziert am Samstag in Altona in den Media
Markt. Erstes Schlagwort verbraucht. Headset in rauhen Mengen, 10 €
Sektion ungefähr ein Drittel davon. Zwei Geheimtipps bleiben übrig. So
ein Blödsinn, das mit dem grün-rosa hatte ich als besonders wichtig
bewertet. Schade, dass jedes Headset so beflaggt ist. Macht auch Sinn,
wenn die Buchsen an allen Rechnern farblich passend gekleidet
sind. Hm, dann suchen wir mal nach Trust. Gibbet nich. Nix zu
machen. Nirgendwo wird mein Vertrauen geweckt. Ich sehe mich schon
leer ausgehen und greife mal halbherzig nach einem Hama-Headset. Kenn
ich ja immerhin vom Fotografieren her. Kein wirkliches Argument.
Irgend eine nostalgische Anwandlung hat mich dann noch in die
Computer-Sektion getrieben. Da habe ich eigentlich nur früher immer
rumgehangen. Mittlerweile interessiert mich dieser ganze neumodische
Technik-Schnick-Schnack nicht mehr. Aber siehe da, eine zweite
Fundgrube mit Headsets. Trust im Überfluss. Schatz gefunden.
Und jetzt bin ich stolzer Besitzer eines sauteuren Mikros, das
beschissen für Aufnahmen ist und einem putzigen Billig-Headset das
ordentlich klingt. So einfach ist das. Danke Mek!
media markt
headset
aufnahme
podcast
Posted at: 23:36 |
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Sun, 06 Aug 2006
blog:read - Ein erster Versuch
Vermutlich war es die Sehnsucht nach Salz auf meiner Haut. Etwas Meer
und einer frischen Brise. Dinge denen ich diesen Sommer wohl entsagen
werde. Da hat mich einfach die Sehnsucht gepackt, als ich vom
tollkühnen Wellenreiter Paulsen gelesen habe.
Ob Sehnsucht oder nicht, der Text hat mir so gut gefallen, dass ich
ihn einfach vertonen musste. Es gibt das blog:read-Projekt, das
vorgelesene Texte (optional mit Musik-Mashup) sammelt, und da würde es
ganz gut hin passen.
Für das Intro habe ich mir Quincy & The Saints of Somewhere
ausgesucht, als Untermalung für den Text ein paar Wellen und den
Fernweh-Abschluss liefert Rebel Lion. Nur an der eigenen
Aufnahmetechnik muss ich noch feilen. Eigentlich ist mein Mikro ja
ganz okay, aber das Resultat ist noch deutlich zu dumpf. Naja, für
einen ersten Versuch ist es hörbar.
Jetzt brauche ich nur noch die Erlaubnis von Herrn Paulsen, dass ich
ihn so einfach vertonen darf. Aber gehe ich mal von aus, schließlich
ist Paulsen ein Netter. Aber momentan hüpft er wahrscheinlich wieder
von Welle zu Welle. Ich bin ja so gar nicht neidisch...
Nachtrag: Genehmigung erteilt, mp3 hier. Außerdem mit dem Mikro
rumgespielt und nächstes Mal wird der Sound auch besser, versprochen.
audio
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podcast
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meer
Posted at: 23:10 |
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Thu, 20 Jul 2006
Mobelithe-WG
So, das Internet wird jetzt erst mal nicht mehr weiter mit meinem
nicht vorhandenen Gesangstalent belästigt. Trotzdem eine interessante
Erfahrung, weil ich zum Beispiel beim lauten Sprechen mittlerweile
einige Dinge an meiner Atmung bewusster wahrnehmen kann.
Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte, war die Mobelithe-WG, die
ich durch Zufall in den Wirren meiner Gesangsbemühungen unter den Tags
bei Technorati entdeckt habe. Die Bewohner der Berliner WG sind
allesamt Schauspieler und sie dokumentieren sich ihren Weg zum
Ruhm. Ich kann die Seite zwar nicht uneingeschränkt empfehlen, weil
die paar Videos, die ich mir angesehen habe, ungefähr so kreativ waren
wie der Name der WG. Aber die schrägen Töne und schiefen Klänge hatten
es mir angetan.
singen
Gesang
Berlin
Schauspielerei
Posted at: 21:41 |
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Tue, 18 Jul 2006
Singen nach der Etosha-Methode (2)
Hm, zweiter Teil des Fernstudiums in Sachen Gesang
(meine Reaktion auf den ersten Teil). Ich gebe zu, dass es mich
diesmal doch etwas peinlich berührt. Hecheln, summen und huhen ist ja
alles noch ganz nett gewesen. Aber diesmal zuckte mein Zeigefinger
nach Abspulen der Aufnahme ganz ungewöhnlich stark in Richtung
"Löschen". Egal, jetzt muss es auch sein:
Und last but not least:
Ja, was soll ich sagen? Ich bin selbst leider nicht taub genug, um das
Resultat für unbedenklich zu erklären. Aus Fairneß der Etosha-Methode
gegenüber muss ich aber zugeben, dass meine Erwartungen, in nur zwei
Tagen mit Hilfe eines Internet-Lehrgangs an Weltruhm zu gelangen,
etwas hoch gesteckt waren.
Nein, um ehrlich zu sein hat es Spaß gemacht. Und ich glaube mir sind
zwei oder drei Dinge bewusst geworden, an denen ich herum probieren
kann. Aber die Karaoke-Bar hat noch etwas Zeit gewonnen.
etosha
singen
Gesang
podcast
Posted at: 19:33 |
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Mon, 17 Jul 2006
Singen nach der Etosha-Methode
Vor zwei Monaten habe ich vollen Ernstes die Worte von mir gegeben:
"Singen finde ich zwar schon interessant, aber das hebe ich mir für
später auf." Ich dachte dabei an die Zeit mit Fünfzig, wenn vielleicht
mein Hörvermögen schon etwas nachlässt oder mir meine Umwelt einfach
völlig egal geworden ist.
Ebenfalls vor zwei Monaten musste ich allerdings singen. Ich habe das
erst später etwas ausführlicher verarbeitet. In der Zwischenzeit wurde
mir schon mehrfach angedroht, dass ich irgendwann mal in eine
Karaoke-Bar mitgeschleppt werde. Damit ist natürlich etwas mehr
Panik-gespeiste Energie da, um es doch mal irgendwie zu
versuchen. Aber um ehrlich zu sein, sah Fünfzig als rundes Alter immer
noch nach einem guten Zeitplan aus.
Als dann aber die Nachschwester von sich gab, dass sie gerne singen
können würde und daraufhin Etosha mit
Kannst du sprechen und rufen? Dann kannst du auch singen.
kommentierte, kam ich um eine eigene Bemerkung nicht herum. Eigentlich
wollte ich nur wissen wo ich denn die Hinweise zum Eigenstudium im
Netz finde. Herausgekommen ist eine eigene Anleitung zum Singen von
Etosha. Das ist nun wirklich nett und ich kann es wohl kaum
unbeantwortet stehen lassen.
Glücklicherweise haben mich sowohl Jens-Jakob als auch Moni im
vergangenen halben Jahr ausreichend bearbeitet, so dass das Land der
unmöglichen Peinlichkeiten für mich irgendwie kleiner geworden ist.
Also, Zeit für meinen ersten Podcast:
Gunnar lernt singen nach der Etosha-Methode
Mit vielem herzlichen Dank an Etosha! Macht Spaß ;)
etosha
singen
podcast
Posted at: 22:05 |
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Sat, 15 Jul 2006
Entzug
Bei zwei Improvisations-Gruppen habe ich um Asyl gebeten und an
mehreren anderen Stellen nach entsprechenden Gruppen gefahndet. Aber
alles schon eingespielte Teams, die derzeit keinen Nachwuchs-Bedarf
haben.
Mit anderen Worten: Ich bin bis September auf
Entzug. Theater-Entzug. Mir war vorher nicht klar, dass mir das schwer
fallen würde. Tut es aber.
In meiner Not lerne ich Gedichte auswendig. Auch wieder so etwas,
womit man mich als Schuljunge hätte quälen können. Heute dagegen kann
ich ganz wunderbar darüber berichten, was daran fasziniert und
begeistert. Ich vermute, dass ich mich langsam von der Jugend
entfremde.
Eigentlich wollte ich auch nur vorwarnen: Sollte in Eimsbüttel in
naher Zukunft ein offensichtlich geistig verwirrter Mensch in
Altenglisch bizarre Monologe über Liebe und Hass durch die Straßen
schmettern - keine Sorge. Der Typ ist nicht gefährlich und sie
brauchen auch nicht die Polizei zu informieren. Das mit der Liebe und
dem Hass gehört bei Shakespeare so.
theatersport
shakespeare
Hamburg-Eimsbüttel_(Stadtteil)
Posted at: 19:14 |
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Tue, 11 Jul 2006
Abschied von Lüneburg
Eine allerletzte Improvisation auf Lüneburger Parkett. Es ist schade
zu gehen wenn man etwas lieb gewonnen hat. Aber es bleibt auch das
Gefühl, dass es richtig ist, sich weiter zu bewegen.
Ganz großen Dank an Katja, die mich mit den Worten verabschiedet hat,
dass unsere letzte gemeinsame Improvisation vor zwei Wochen das
Bewegenste gewesen sei, das sie bisher gespielt hat. Ein Kompliment,
das ich nur erwidern konnte.
Manchmal sind die leisen Momente die Eindrucksvollsten.
Ich wünsche Euch jedenfalls weiterhin alles Gute und hoffe wir spielen
noch ab und an gemeinsam!
theatersport
theater
lüneburg
impro
Posted at: 22:00 |
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Sat, 08 Jul 2006
Shake
Ich werde wohl nie wieder eine solche Stimmung in einem Theater
erleben. Da wurde mit der Laola begonnen und in Ekstase geendet.
Was die 16 Teams aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt an
diesem Abend auf die Bühne gebracht haben, war einfach
unglaublich. In den vier Stunden improvisiertem Theatermarathon wurde
gesponnen, gelitten, gesungen und geliebt.
Den Beginn machten die Kanadier, Kolumbianer, Franzosen und das Team
aus Russland. Ein Reigen aus sechs Paaren die alternierend ihre
Geschichten in je drei Akten aus der Luft zauberten. Für mich am
eindrucksvollsten war die Liebe zwischen der Französin und dem Russen,
die tragisch an seiner Unfähigkeit auch nur ein Wort zu sprechen,
zerbrach. Manchmal sind eben die stillen Momente die
wunderbarsten. Was sicherlich auch für die kanadisch-russische
Pantomime galt, bei der eine Sitzgelegenheit still und doch äußerst
machtvoll umkämpft wurde.
Im krassen Gegensatz dazu die kanadisch, kolumbianische
Liebesgeschichte zwischen zwei Männern. Was macht man schon mit der
Publikumsvorgabe, dass sie sich lieben, weil sie beide Papageien
sammeln? In diesem Fall ein Drama, in dem im ersten Akt die Liebenden
einem scheinbar friedlichen Papagei - der Kolumbianer in einer
hervorragenden Doppelbesetzung - die Käfigtür öffnen, nur um mit
anzusehen, wie der plötzlich mörderische Papagei dem Kolumbianer das
Gesicht zerhackt. Im zweiten Akt schwört nun der Kanadier dem
verunstalteten Kolumbianer ihn in immer währender Liebe vor allen
Papageien dieser Welt zu beschützen. Doch der Kolumbianer, vor der
schweren Wahl zwischen seiner Liebe zu dem Kanadier und den Papageien
entscheidet sich für die bunt gefiederten Freunde. Und damit nimmt das
Drama seinen Lauf. Der Kanadier, tief getroffen durch die
Zurückweisung, entbrennt in Hass und begibt sich auf einen Kreuzzug
gegen die Papageien dieser Welt. Im dritten Akt schließlich, der
letzte Papagei dieser Erde. Der Kanadier schleicht sich hinterlistig
an und man bangt um das letzte befiederte Exemplar dieser
Gattung. Doch als Beschützer und Retter der Entehrten tritt der
Kolumbianer wieder auf die Bühne. Es kommt zum alles entscheidenden
Showdown: Einem Slow-Motion Karatekampf, bei dem der Kolumbianer
aufgrund überragender athletischer Fähigkeiten gewinnt. Der Kanadier,
gebrochen am Boden, der Kolumbianer über ihm, das Gewehr im Anschlag.
Der Verlierer fleht um einen möglichst schnellen Tod. Doch der
Kolumbianer erkennt im letzten Moment seine wahren Gefühle, erschießt
kurzerhand den Papagei und es kommt zum kaum noch erhofften Happy-End.
Es ist schwierig, den Spielwitz und die Spielfreude, die ein solches
Team in dem Moment auf die Bühne bringt, in Worte zu fassen. Als
Zuschauer bleibt einem nichts als in jedem Moment erstaunt und
fasziniert auf die Bühne zu starren, sich mal leise, mal laut zu
freuen und einfach nur glücklich zu sein.
Das Highlight des Abends war unbestreitbar das Musical, das von
Schweden, Japan, USA, England und den Belgiern auf die Bühne gebracht
wurde. Die Vorgabe sollte ein Fußball-bezogener Beruf
sein. "Kabinenwart". Bei solchen Vorschlägen kommt man nicht umhin,
anfänglich den Kopf zu schütteln und sich zu fragen, wie das denn
bitte schön funktionieren soll.
Der Kabinenwart "Crap", der sich so danach sehnt auch einmal ein
großer Fußballstar zu sein. Der aber nur die T-Shirts der
Männermannschaft zu kratzigen Stofflappen zu Grunde waschen darf. Der
verzweifelte Manager, der angesichts sinkender Zuschauerzahlen kurz
vor dem Verkauf seines Teams steht. Die Mädchenmannschaft, die in
letzter Sekunde eine Hoffnung auf Rettung zu sein scheint. Nicht
jedoch mit dem Kapitän der Männermannschaft, der aus bitterem Neid
beginnt düstere Intrigen zu spinnen und versucht den Kabinenwart zu
finsteren Machenschaften zu bewegen. Und zu all dem kommt dann noch der
böse Manager des verfeindeten Teams, der mit einer Wette vor dem
entscheidenden Spiel alles auf eine Karte setzt.
Und trotz widrigster Bedingungen gewinnt das Mädchenteam. Der Manager
darf sein Team behalten, bekommt sogar seine Frau zurück. Männer
entscheiden sich dazu, dass sie lieber Frauen wären. Und der Kabinenwart
findet schließlich heraus das Liebe mehr zählt als Fußball. Und all
das einfach aus der Luft gegriffen. Ich habe meinen Mund an einigen
Stellen einfach nicht mehr zu bekommen.
Wenn es nach dem Publikum gegangen wäre, hätten die Schauspieler nie
nach Hause gehen dürfen. Die Laola ging kontinuierlich durch das Zelt,
es wurde spontan "That's the way I like it" angestimmt. Als das auch
noch von Drummer und Keyboarder unterstützt wurde, war das Zelt am
Kochen. Es gibt nichts Schöneres, als wenn sich Menschen aus allen
Nationen gemeinsam so freuen können.
Ein Abend den ich nie vergessen werde.
theatersport
impro
berlin
Posted at: 23:00 |
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Tue, 27 Jun 2006
Sei mein
Du bist Licht in dem ich nicht einmal Schatten werfe. Licht in dem ich
nur verglühen kann. Doch was birgt nun noch die Dunkelheit? Lass mich
brennen.
Und doch ... ich vergehe nicht. Erblickst Du mich in Deinem
Strahlenkranz? Ich bin. Still. Nichtiger Hauch. Umlodert von Deiner
Glut. Dein Feuer, dass den Willen blendet. Doch nicht zerstört, nicht
vernichtet.
Dann gestatte die Berührung. Den letzten Akt. Den letzten Willen vor
dem Ende. Du hast keine Wahl gelassen. Du darfst mich nehmen.
Und doch ... ich erlöse nicht. Streife zart die feinen Glieder. Lasse
mich umhüllen von der Hitze. Du ruhst und lässt geschehen. Als wäre
ich nicht bloß Wind. Du ruhst und verführst. Und ich bin Nichts, das
keinen Schatten wirft in Deinem Angesicht.
Als Leere muss ich weichen. Meine Hoffnung ist Vermessenheit, die in
Deinem Glanz nicht währt. So bleibt nur Nacht.
Und doch ... ich gehe nicht. Wer einmal geschaut, wer einmal
gespürt, wer einmal geliebt hat, bleibt. Schaut zurück. Denn zu
brennen bedeutet keinen Schmerz.
Dein Blick bannt mich. Hält und fordert. Du gewährst mir
Leben. Vielleicht Liebe? Doch was bin ich noch außer Verlangen?
Und doch ... ich zögere nicht. Was ist schon Willen? Sucht nach Gnade
beherrscht die Sinne. Und findet Erlösung in zärtlicher Hand. Die
behutsam meinen Kopf verwahrt. Verweilt und gewährt.
Und war ich einst Wind. Vielleicht auch Schatten in der
Dunkelheit. Wurde als Nichts getauft. Als Hauch vergessen.
Jetzt bin ich Liebe und Du mein Atem.
Posted at: 21:00 |
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category: /deutsch/impro
Fri, 16 Jun 2006
Mal über sich selber lachen
Wer pflanzt einem eigentlich dieses kleine, fiese Männchen ein? Diesen
gehässigen Zwerg, dessen einzige Aufgabe darin besteht mit
Begeisterung unsere peinlichsten Erfahrungen im Leben zusammen zu
sammeln, nur um sie beim kleinsten Anlass aus der Versenkung zu
zaubern und uns mit voller Wucht ins Bewußtsein zu schleudern?
Hervorragende Kontraste, bestechende Farben, innere
Großbildleinwand. Ganz kostenfrei.
Ich stamme aus einer unmusikalischen Familie. Die Eltern konnten froh
sein, wenn ich als Kind überhaupt einen Laut von mir gegeben habe. Da
wäre es wohl auch mehr als übertrieben gewesen, mich zum fröhlichen
Daherträllern zu bewegen. Musikinstrumente standen bei uns auch nicht
auf dem Programm und ich muss zugeben, dass der Musikunterricht für
mich das geheimnisvollste Fach war. Abgesehen davon, dass mir heute
nicht im mindesten einfallen möchte, was ich damals eigentlich gelernt
haben könnte, kann ich mich zumindest noch an eine Übung erinnern: Wir
sollten die verschiedenen Instrumente bei einem Musikstück
heraushören. Zu meiner Verwunderung waren die Mitschüler durchaus in
der Lage diese Leistung zu erbringen, während ich meine volle
Aufmerksamkeit der Maserung der Tischplatte widmete.
Glücklicherweise lebe ich in Hamburg, nicht in Tokyo. Karaoke ist hier
keine Pflichtveranstaltung. Wäre ja noch schöner. Man kann in
den ruhigen, nördlichen Gefilden recht problemlos jegliche
musikalischen Klippen umschiffen.
Dachte ich.
Gut, man mag jetzt sagen es wäre auch eine blöde Idee von mir
gewesen. Theatersport, Improvisieren auf der Bühne. Man weiß ja gar
nicht was da so auf einen zukommen kann. Was ja auch durchaus
zutrifft. Was es auch durchaus spannend macht. Aber auch jeden Grad
der Peinlichkeit erreichen kann. Da bewegt man sich offen und bereit
auf die Bühne, harrt der Dinge, die als Vorschlag von den Zuschauern
kommen können, und erstarrt zur Salzsäule, als einem aus der zweiten
Reihe das lauthals gebrüllte Schlagwort "Musical" ans Ohr dringt.
Zap.
Klein-Gunnar in der sechsten Klasse. Englisch Unterricht. Gewohnte
dröge Stunde bei Herrn Babiak. Alle Schüler friedlich, die Hälfte
schläft und der Rest arbeitet sich widerwillig durch die Aufgaben vom
Vortag. Keine Ahnung worum es in Aufgabe Nr. 5 eigentlich ging. Aus
irgend einem Grund finden sich da zwei oder drei Liedzeilen. Noten
stehen auch dabei. Nur Gott im Himmel weiß warum Herr Babiak plötzlich
fröhlich strahlend Energie sammelt und meint: "Gunnar, sing das doch
mal!". 25 Schüler in der Klasse. Warum ich?
Englischunterricht. Warum singen?
Leider findet sich selbst bei größtem Bemühen in den Winkeln meines
Körpers noch nicht genug Selbstbewußtsein, um dankend abzulehnen. Und
so leiere ich mit hochrotem Kopf durch 20 Sekunden Horror, begleitet
von einer Horde prustender Mitschüler. Es hilft nicht wirklich, dass
man Herrn Babiak ansieht, dass er sich solch spontane Ideen demnächst
zweimal überlegen wird.
Und der kleine Zwerg im Hintergrund schneidet die Szene hämisch
grinsend mit. Hochauflösend.
Zap.
Nochmal von der Bühne rennen? Hinterausgang? Seitlicher Vorhang?
Hände vor das Gesicht? Was ich nicht sehe sieht mich auch nicht?
Mittlerweile wäre das Selbstbewußtsein vielleicht da:
"Och nö du, lass mal..."
Dann wäre ich allerdings eigenhändig von der Regie verprügelt
worden. Die Dame, die dort vorne am Bühnenrand steht. Fröhlich vor
sich hin grinsend. Königlich amüsiert, weil sie an Körpersprache und
Gestik erkennt, dass gerade mal wieder einer der Schauspieler seine
eigenen Grenzen überwindet. Die Dame, die mich am Anfang mal gefragt
hat, wo denn meine Herausforderungen liegen, und die es geschafft hat,
dass ich ihr das jetzt problemlos beantworten kann.
Ich habe es gespielt und gesungen. Aber die Grenze ist noch nicht
nieder gerissen. Nur mal über den Zaun geklettert und festgestellt,
dass es auf der anderen Seite immer noch nach ziemlich tristem Ödland
aussieht.
Aber eins habe ich gelernt: Man kann sich neben den Zwerg setzen, sich
zurück lehnen, das Panorama genießen und mal eine Runde herzlich
lachen. Dann ist er eigentlich ein ganz famoser Kumpel. Gehört ja
schließlich zur Familie.
Posted at: 23:32 |
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category: /deutsch/impro
Tue, 13 Jun 2006
Was hast Du erwartet?
Dass ich es dir einfach mache? Das du entkommen kannst? Ich kann
nichts für Züge, die vor sich selbst resignieren. Sie nehmen, das kann
ich. Das willst Du? Das hast du dir gewünscht?
Es ist mehr als deine Reflektion im kalten Stahl. Das hast du nicht
gesehen. Nicht bedacht. Der rohe Schliff, die verlorene Gestik, der
gebrochene Körper. Wirres Mosaik sich beißender Splitter. Wohin willst
du gehen? Für dich kann ich nichts, dein Scheitern ignoriere ich, du
bist mir egal.
Du machst mich lächerlich. Ich bin keine Hülle. Ich bin. Und du füllst
mich nicht, fühlst mich nicht. Ich kenne meinen Weg, deiner verliert
sich im Nirgendwo.
Leg mich beiseite, du genügst nicht. Mir nicht, anderen nicht. Das
möchtest du nicht? Dann nimm mich, aber sei ich. Vergesse dich,
verlass dich. Vielleicht gewähre ich dir Gnade und wir hinterlassen
Scherben.

theatersport
impro
Maske
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Thu, 18 May 2006
Ein Hoch auf die Kursleitung
Gemurmel und Gebrabbel füllt den Raum.
Schweigen bei der Kursleitung.
Gemurmel und Gebrabbel füllt den Raum.
Schweigen bei der Kursleitung.
Gemurmel füllt den Raum.
Schweigen bei der Kursleitung.
Schweigen.
"Ok, jetzt einmal das Silbenspiel, bei ..."
"Das kenne ich nicht."
...
"Ok, jedes Wort besteht bei dem Spiel aus zwei Silben."
"Da war ich nicht da."
...
"Ich auch nicht."
...
...
"Also, einer beginnt mit einem Wortteil, z.B. ''Haus'' und ..."
"Ach, doch, das kenne ich doch."
...
"... und der zweite ergänzt das Wort z.B. mit 'Tür'. Dann ..."
"Ach doch, ich kann mich erinnern, da war ich doch da."
"Ne, aber ich glaube, ich nicht."
...
" ... dann, ... dann wiederholen ... "
"Achso, das mit den Silben!"
Kursleitung mit Kniefall: "Lieber Gott, bitte erhöre meine Gebete..."
Wir sind alle über dreißig. Aber es gibt Tage, da muss das einfach
raus. Und sie hat durchgehalten, eisern, bis zum Ende.
Posted at: 00:22 |
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